Ein Bild, das die Klasse sofort versteht.
Sie sagen, was die Kinder verstehen sollen. Daraus entsteht ein Anschauungsbild, ein Arbeitsblatt oder eine Bildkarte, in Minuten statt in einer Freistunde.
Gleicher Inhalt. Anderer Zugang.
Beispiel aus dem NMG-Unterricht, Zyklus 2. Fachlich steht dasselbe drin, nur muss das Kind nicht mehr alles gleichzeitig lesen, zuhören und sortieren.
Der Wasserkreislauf
- • Die Sonne erwärmt das Wasser in Meeren, Seen und Flüssen.
- • Durch die Wärme verdunstet ein Teil des Wassers.
- • Der Wasserdampf steigt in die Atmosphäre auf.
- • In grosser Höhe kühlt der Wasserdampf ab.
- • Dabei bilden sich kleine Wassertröpfchen.
- • Viele Tröpfchen zusammen bilden eine Wolke.
- • Wenn die Tröpfchen zu schwer werden, fallen sie als Regen herunter.

Wenn ein Kind es abzeichnen kann, ist es einfach genug.
KI erzeugt standardmässig Hochglanzbilder. Fotorealistisch, schattiert, detailverliebt. Und für den Unterricht meistens unbrauchbar, weil kein Kind sie ins Heft übertragen kann.
Im Workshop arbeiten wir bewusst in die andere Richtung: einfache Linien, wenige Formen, Tafelbild-Charakter. Die Faustregel lautet: Was ein Kind in etwa zwei Minuten mit dem Bleistift nachzeichnen kann, ist reduziert genug.
Nebeneffekt: Weil die Beschriftungen erst danach in PowerPoint oder Word dazukommen, haben Sie mit demselben Bild automatisch auch die unbeschriftete Version fürs Arbeitsblatt.
Ein Bild, das im Heft landet, wird zweimal verstanden.
Einmal beim Zuschauen. Einmal beim Zeichnen.
Wir arbeiten kaum mit Präsentationen. Passt das trotzdem?
Ja, und das ist der wichtigste Punkt. In Zyklus 1 und 2 ist das Ergebnis selten ein Foliensatz. Es ist meistens etwas davon:
- Ein Anschauungsbild für die Wandtafel oder den Beamer
- Ein Arbeitsblatt mit Bild und Beschriftungsfeldern
- Bildkarten für Wortschatz, Wortarten oder Abläufe
- Ein Merkbild, das die Kinder ins Heft übertragen
- Ein Postenblatt für die Werkstatt- oder Planarbeit
- Piktogramme für Wochenplan, Ämtli oder Klassenregeln
Der Ablauf dahinter ist immer derselbe. Nur das Format am Ende ist ein anderes.
Beispiele aus Zyklus 1 und 2

Wasserkreislauf

Vom Korn zum Brot

Halbschriftliches Rechnen

Die Wortarten

Unser Schultag
Auch für Bewegung und Sport lässt sich eine Übungsfolge nach demselben Prinzip als einfache Strichzeichnung darstellen. Im Workshop bringt jede Person ihr eigenes Thema mit. Diese Beispiele zeigen nur, worauf es hinausläuft. Alle Beispiele mit Downloads finden Sie in der Materialbibliothek.
So entsteht Ihr Material
- 1. Ziel klärenWir klären Thema, Zyklus und Lernziel.
- 2. ZerlegenWas muss das Kind sehen, was hören Sie es sagen, was kommt aufs Blatt?
- 3. Bild entwickelnMit KI entsteht ein einfaches, beschriftbares Bild im Werkstattstil, nicht als Hochglanzgrafik.
- 4. WeiterarbeitenSie nehmen Material, Vorlagen und einen Ablauf mit, der auch beim nächsten Thema funktioniert.
Brauche ich Designkenntnisse?
Nein. Sie schreiben Sätze, keine Layouts. Im Workshop arbeiten Sie mit fertigen Vorlagen und drei Grundregeln: eine Aussage pro Bild, Text direkt am Element statt in einer Legende, alles Übrige weglassen.
Und wenn KI bei uns noch nicht freigegeben ist?
Das ist im Moment die häufigste Ausgangslage und kein Hindernis. Vor dem Workshop klären wir mit Schulleitung oder ICT, welche Werkzeuge bei Ihnen zugelassen sind. Wir arbeiten mit dem, was freigegeben ist.
Wenn gar kein Zugang möglich ist, läuft der Workshop in einer Variante, bei der ich vorne demonstriere und Sie am Konzept arbeiten: Lernziel, Zerlegung, Bildidee, Beschriftung. Das ist der Teil, der ohnehin den grösseren Unterschied macht.
Kommen dabei Daten von Schülerinnen und Schülern vor?
Nein. Gearbeitet wird ausschliesslich mit Fachinhalten. Personendaten von Kindern gehören nicht in öffentlich zugängliche KI-Dienste. Diese Regel ist Teil des Workshops, damit das Kollegium sie danach selbst anwenden kann.
Was bringe ich mit?
Ein Thema aus Ihrem nächsten Quartal. Ein Lehrmittelkapitel, ein bestehendes Arbeitsblatt oder auch nur eine Themenliste mit Lernziel. Material für zwei bis drei Lektionen genügt. Wer nichts dabei hat, arbeitet an einem vorbereiteten Beispiel mit.
Bezug zum Lehrplan 21
Der Workshop ist keine Zertifizierung und ersetzt keine kantonale Weiterbildung. Inhaltlich berührt er vor allem die Anwendungskompetenzen sowie den Bereich Medien und Informatik, auf der Seite der Lehrperson, nicht als Unterrichtsthema für die Klasse.
Was die Kinder davon merken, ist nicht die Technik, sondern das Material.
Zuerst selbst ausprobieren?
Das Beispiel samt kopierbarem Prompt ist frei zugänglich, ohne E-Mail-Adresse, ohne Anmeldung.
Guter Unterricht beginnt mit Klarheit.
